Unser Haus

Rund 180 Jahre stehen meine Mauern nun schon am grünen Ortsrand von Bad Gleichenberg. Seit der Biedermeierzeit also, in der Kaiser Franz Josef I. regierte und der "Curort Gleichenberg" erwachte.

Meine Mauern haben also schon viel erlebt. Ob als Gasthaus oder als Hotel mit dreißig Betten, immer war meine Aufgabe die Beherbergung von Reisenden, und immer hatte ich Freude daran. So gut wie heute ging es mir allerdings noch nie. Nur freundliche Gäste, darunter die unterschiedlichsten Charaktere. Manche
suchen die Ruhe, andere den Kontakt. Fündig werden sie alle, Freiraum gibt es genug. Viele erkunden meine Heimat mit dem Rad oder zu Fuß, besuchen die Therme, spielen Tennis oder Golf am Platz in der Nähe. Manche folgen der erholsamen Devise „Nichts tun, außer Nichtstun“ und entspannen sich im Garten am Pool – befüllt mit gesundheitsförderndem Salzwasser, schließlich sind wir hier in einem Kurort. 

Nur selten werden die Fernsehapparate in den Zimmern eingeschaltet. Als altes Haus habe ich nur einen Wunsch: dass jeder hier genau das findet, wonach er sucht: Entspannung oder Erlebnis, fröhliche Gemeinsamkeit oder erholsame Ruhe, Genussfreude oder sogar sich selbst. Manche sehen in mir „ein zweites Zuhause“. Dann bin ich glücklich.

Christine ist hier groß geworden. Sie liebt es, sich um mich zu kümmern, und pflegt meinen 6000 m² großen Garten besser, als so mancher Gärtner es könnte. Durch die geschützte Lage beheimatet die grüne Oase auch Staudenbeete mit den filigransten Pflanzen und ist ein Rückzugsort für viele Vögel. Übrigens: Josef Zarfl hat als „Curapotheker“ schon so manches Gästewehwehchen gelindert.